. kreisky — tagebuch
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Franz

Franz / 03. 05. 2012, 8:54

Die ersten Sommertage, alle zieht es nach draussen. Kaum ein ruhiges Plätzchen zu finden, das nicht besetzt ist. Naja, geh ich halt auf die Kreisky-Homepage, da ist keiner... Aber der Schein trügt, liebe Fans und Freude der Kreisky-Musik, weil bei uns braut sich was zusammen! Kreisky sind nicht tot, sie riechen nur ein bisschen komisch (Stichwort: Herrenschweiß im feinen Zwirn).
Erstmal hatte wieder jeder mal ein bisschen Zeit für eigene Projekte, und da ist nicht wenig passiert: Privates mal aussen vor, hat Gregor mit seinen MAYBE MAN etwa gerade ein hervorragendes Tape auf Wilhelm show me the Major Label veröffentlicht & betourt, ich ziehe mit der KING OF JAPAN-Rockmesse nach (VÖ: Christi Himmelfahrt), Klaus hat sich erfolgreich als Bühnenbildner in Andre-Hellerscher Dimension betätigt und auch Martin hat eine Platte fertig - auch wenn die neue COUSCOUS erst Anfang nächsten Jahres erscheinen soll.
Jetzt also erst Mal wieder Kreisky-Zeit. Soll heißen: Noch im Mai gehts für ein paar Nummern ins Studio, wobei wir uns gemeinsam mit unserem Vertrauensmann Ollmann auch gleich mal ein neues Klangbild suchen wollen. Übern Sommer vereinzelt Festivals und weitere Liedschreiberei, und dann... Nein, jetzt denken wir nicht ans "dann", jetzt genießen wir die aktuelle Lässigkeit! Es wird wieder laut!!!
Franz

Franz / 27. 04. 2011, 14:30
Letzte Zurüstungen vor dem Start

Was für ein Trubel/Trouble: Zwei Mal wöchentlich im Proberaum Blut schwitzen, damit wir demnächst auf Tour ein lässiges Set mit vielen frischen Stücken und einigen seltener gespielten Nuggets präsentieren können, Tour organisieren, T-Shirts drucken, Dutzende Packerl mit im hauseigenen Online-Shop bestellten Troubles zur Post schleppen - das hat man nun vom sturen DIY. Und doch ist es würdig und recht.

Zudem herrscht natürlich Promo. Komischerweise geht’s bei uns in Interviews immer sehr, sehr viel um die Texte. Komisch deshalb, weil die Texte doch gerade das eine Element an so einer Platte sind, das ohnehin schon aus Worten besteht. Dabei ist es doch mindestens genauso interessant, beispielsweise, wie man mit Musik fiktive Räume erzeugt. Außerdem schreib ich meine Texte eh so, dass ein jeder mittelgebildete und musikinteressierte Hörer sich an den richtigen Stellen auskennt.

Andererseits: Wenn sich wer so versteigt wie Jens-Christian Rabe im SZ-Feuilleton, der uns und den Kollegen von 206 und Ja, Panik attestiert, „plumpe pubertäre Wut“ zu fabrizieren und als quasi Kaisers neue Kleider zu verkaufen, wo doch „gegen etwas Falsches zu sein, längst nicht mehr bedeutet, auf der richtigen Seite zu stehen“, dann singen wir wohl doch nicht deutlich genug. Genau da drum geht’s ja! Der Angriff ist schwammig, weil die Ziele schwammig sind. It’s about the Schwammigkeit! Näher als mit präziser Unpräzision ist unserer Zeit nicht zu kommen - falls man so etwas überhaupt ausgerechnet von Popmusik verlangt.

Gut, die Generationen 68 (43 Jahre her) und 76 (35 Jahre her) verlangen das. Sollen lieber froh sein, dass es mal nicht nur laschen Romantikpop, der ja trotzdem immer noch ca. 98% des Deutschrock-Bruttosozialprodukts ausmacht, zu hören gibt.

Franz

Franz / 07. 03. 2011, 20:30
Die Medien lügen nicht: Es ist Kreisky-Jahr

Nachdem wir uns die letzten Monate schwer bedeckt gehalten haben - nicht zuletzt der vielen Arbeit am neuen Album wegen - ist jetzt wieder mal ein bisschen Zeit, hinter die Kulissen schauen zu lassen.
Also, die Sache war die: Ursprünglich wollten wir letzten Juli beim Fuzzman in Klagenfurt ja nur mal eine Handvoll Nummern aufnehmen, reifen lassen, dann im Herbst ein paar neue schreiben, und dieses Jahr alles gemütlich fertig machen. Aber erstens kommt es anders und zweitens sind wir deppert. Aus irgendeinem Grund hat uns dann in Klagenfurt der Wahn gepackt - es ist ja allgemein bekannt, dass einige seeehr ungute Wasseradern unter dieser Stadt aufeinander treffen - und wir haben die Scheiße gleich zu Gänze eingetütet. Ist schon komisch: Ein, zwei Tage in der Abgeschiedenheit so eines Studios & alle braven Hit-Pläne (die wir in Wirklichkeit eh nicht haben) sind ad acta gelegt. Was zählt, ist nur mehr laute, ekstatische, eigenermächtigte Kreisky-Musik. Rest der Welt, geh scheissen. Weil: Brave Bands kommen vielleicht in den Pop-Himmel, aber die Kreisky-Boys kommen überall hin!
Nach zwei Monaten mit Texttüfteleien und Gesangsaufnahmen bei meinem Vertrauensingenieur David Lipp ging es dann im November an den Mix, in die Feedback-Studios zum Ollmann, der sich in sehr mühseliger Kleinarbeit unseren neun Nummern angenommen hat, und wirklich einen sehr transparenten & trotzdem vehementen Sound gebastelt hat. Man merkt es halt einfach auch am Ergebnis, wenn in einem Studio nicht nur Rock- und Indie-CDs rumstehen, sondern auch ein paar Coltrane- und Mingus-Platten und neuere Electronica. Man muss Musik ein bisschen weiter denken als das eigene Winkerl, und genau das macht der Ollmann (der übrigens nicht nur die letzten Platten von Gustav, Cherry Sunkist, dem Gemüseorchester, den Sofa Surfers & fast alles von Bulbul gemischt hat, sondern auch die zweite Gelée Royale-CD von Martin und mir, auch schon wieder zehn Jahre her).
Der nächste große Schritt - neben Mastering (Michael Danner) und langwierigsten Diskussionen um Titel & Cover - waren dann die Labelverhandlungen. Klar waren Freude und Ehre groß, dass sich ein Überlabel wie Buback mit Leuten wie den Goldenen Zitronen oder Jan Delay für uns interessiert, aber nachdem unser Stammlabel Wohnzimmer unsere ersten beiden Platten ja einmalig an Mann & Frau gebracht hat, wollten wir auf sie auf keinen Fall verzichten. Es hat einige Wochen des Telefonierens und Mailens & einen Kennenlernflug nach Hamburg gebraucht, um alles amtlich und sinnvoll für alle Beteiligten zu regeln, aber es hat sich gelohnt & wir können sagen, dass sich jetzt mit Wohnzimmer in Österreich und Buback in Deutschland (samt der Booking-Agenturen Easylistening & x-why-z) lauter lässige Leute um unsere Musik kümmern. Das ist nicht wenig. Und wir können uns darauf konzentrieren, sie zu machen. Nachzuhören auf Trouble, am 29.4. Und im Mai dann live all over the deutschsprachiger Raum.
Ach ja, gestern haben wir den Videoclip zur ersten Trouble-Single Scheiße, Schauspieler gedreht. Ich habe immer noch blaue Flecken und kann heute nur sehr langsam gehen...





Franz

Franz / 26. 11. 2010, 0:35
aktuelles Update

alle stimmen drin, 4 nummern (von 9) bereits gemischt
mit geduld und sachkenntnis vom ollmann
zischt 1 A!!!

Franz

Franz / 22. 10. 2010, 11:51
Update

Texte fertig, Gesangsaufnahmen im Gang.
Mix: November/Dezember
Mastering: Jänner
Soweit der Plan.
Gute Platte!
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